10 Kommunen haben sich einstimmig dazu entschlossen, nach dem Abschluss des Energieeffizienz-Netzwerks im November 2018 wieder durchzustarten. Und zwar unter der neuen Namensgebung „Netz 10“.

Netz 10 startet durch

Energieeffezienz-Netzwerk Netz 10

Bilder IfE: 1. Fortführungstreffen des Energieeffizienz-Netzwerks im Werksviertel München

Netz 10 Netzwerksviertel München

Aufgrund des erfolgreichen Abschlusses der 3-jährigen Förderphase, welcher im November 2018 an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden zelebriert wurde, wurde die Fortführung des Energieeffizienz-Netzwerks gemeinsam beschlossen.

 

Die Teilnehmer der Kommunen (Gemeinde Baar-Ebenhausen, Markt Feucht, Markt Wolnzach, Stadt Haßfurt, Stadt Kemnath, Stadt Neustadt a.d. Donau, Stadt Roth, Stadt Zirndorf, Stadt Geisenfeld und Stadt Vohburg) sind sich einig:

 

Die vier Mal im Jahr vom Institut für Energietechnik an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden (IfE) organisierten Netzwerktreffen sorgen für kontinuierlichen Erfahrungsaustausch unter den Vertreterinnen und Vertretern der teilnehmenden Kommunen. Ganz im Vordergrund der Netzwerkarbeit steht nach wie vor die kommunenspezifische energietechnische Beratung.

Dank vierteljährlicher Netzwerktreffen bleiben die Teilnehmer auch im Hinblick auf die gebotenen Förderprogramme stets up to date.

 

Am 29.01.2019 war es so weit. Der Startschuss für das 1. Netzwerktreffen fiel im Werksviertel der Stadt München. Die Netzwerkteilnehmer wurden am Dienstagmorgen im Werk1 von Prof. Markus Brautsch (IfE) ganz herzlich begrüßt und über das vorgesehene Programm sowie aktuelle Förderprogramme und anstehende Veranstaltungen informiert. Im Rahmen einer offenen Diskussion unter den Teilnehmern wurde dem Netzwerk der Name „Netz 10“ verliehen.

 

Außerdem wurde den Vertreterinnen und Vertretern das Netzwerkjournal, welches dank der Unterstützung aller Netzwerkteilnehmer erstellt werden konnte, überreicht. Das Netzwerkjournal fasst die 12 Netzwerktreffen der letzten drei Jahre sowie die bearbeitenden Projekte im Rahmen des Netzwerkes zusammen und gibt dem Leser einen Einblick in die beteiligten Kommunen.

 

Herr Prof. Markus Brautsch (IfE) stieg anschließend in das elementare Thema des 1. Fortführungstreffens „Quartiersversorgung“ ein und stellte zunächst das Arealnetz in Großschwarzenohe in Zusammenarbeit mit den Gemeindewerken in Wendelstein vor.

 

Die Zielsetzung einer Quartiersversorgung (Quartier: Stadtviertel, Kiez, Wohnumfeld..) ist eine vollumfängliche Versorgung eines räumlich geschlossenen Areals mit Wärme und Strom aus erneuerbarer Energie, wie z.B. Wärmepumpe, Pellet, Photovoltaik etc., und hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung. Ganz im Vordergrund der Versorgung stehen die Ökologie sowie Innovation.

 

Nach der Auswahl eines passenden Betreibermodells und Klärung der voraussichtlichen Kostenbestandteile wurde vom IfE der Energiebedarf kalkuliert. Daraufhin wurden sowohl dezentrale als auch zentrale Energieversorgungsvarianten dimensioniert und hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit untersucht.

 

Danach stellte Herr Wittmann (Bayernwerk Natur GmbH) den Anwesenden zum Einstieg den Energie-Monitor (Darstellung der Energieerzeugung und -verbrauch in der Kommune) der Bayernwerk Natur GmbH vor. Die Visualisierung der Energieerzeugung, des Bezugs und des Verbrauchs der Privathaushalte, öffentlichen Gebäude sowie Gewerbe und Industrie im Gebiet der eigenen Kommune wäre die Zielsetzung eines solchen Programms.

 

Anschließend übernahm der Geschäftsführer der Werk GmbH und Projektleiter bei Bayernwerk Natur GmbH, Herr Völk, das Wort und erklärte den Teilnehmern den Aufbau bzw. die Einteilung sowie die damit einhergehende umfangreiche Energieversorgung des Werksviertels.

 

Hierbei spielen zahlreiche Komponenten wie Wärme, Kälte, Strom, Lüftung etc., die durch die unterschiedlichen Nutzungen stets zu anderen Zeiten und verschiedenen Umfängen benötigt werden, eine Rolle. In der Energiezentrale, welche das gesamte Viertel versorgt, sind unter anderem zwei BHKW und ein Kessel mit einer thermischen Leistung von insgesamt über 4 MW sowie Wärmepumpen, Absorptionskältemaschinen und weitere Energieerzeuger installiert.

 

Das erste Treffen mit dem Schwerpunktthema „Quartiersversorgung“ wurde mit einer Besichtigung der Energiezentrale sowie des Werkviertels selbst abgerundet. Die Anwesenden konnten dabei die wichtigen Hintergründe und geplante Projekte erfahren.

 

 

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