23. Änderung des Flächennutzungsplanes und vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 149 „Sondergebiet Photovoltaik-Freiflächenanlage bei Kemnathen“

im Parallelverfahren gemäß § 8 Abs. 3 Satz 1 Baugesetzbuch (BauGB);

hier: Öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 Baugesetzbuch (BauGB)

 

Der Marktgemeinderat des Marktes Wolnzach hat in seiner Sitzung vom 08.11.2018 die Aufstellung der 23. Änderung des Flächennutzungsplanes und des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 149 „Sondergebiet Photovoltaik-Freiflächenanlage bei Kemnathen“ im Parallelverfahren gemäß § 8 Abs. 3 Satz 1 BauGB beschlossen.

 

Die vom Planungsbüro Neidl + Neidl, Sulzbach-Rosenberg ausgearbeiteten Entwürfe zur 23. Änderung des Flächennutzungsplanes und des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 149 „Sondergebiet Photovoltaik-Freiflächenanlage bei Kemnathen“ mit Begründung und Umweltbericht hat der Bau- und Umweltausschuss in seiner Sitzung vom 23.07.2019 gebilligt.

 

Das an der Bundesautobahn (BAB) A9 gelegene Plangebiet umfasst das Grundstück Fl.Nr. 306 der Gemarkung Haushausen.  

Die Grenzen des Geltungsbereiches des Bauleitplangebiets werden wie folgt fortgesetzt:

 

Nördliche Grenze:

Grundstück Fl.Nr. 322 der Gemarkung Haushausen

 

Östliche Grenze:

Grundstück Fl.Nr. 305 der Gemarkung Haushausen

 

Südliche Grenze:

Gemeindeverbindungsstraße Kemnathen-Eschelbach, Grundstücke Fl.Nr. 302 und 302/2 der Gemarkung Haushausen

 

Westliche Grenze:

Bundesautobahn (BAB) A9, Grundstück Fl.Nr. 291 der Gemarkung Haushausen

 

Die Grenzen des gesamten Plangebietes sind im nachfolgenden Lageplan umrandet dargestellt:

 

Geltungsbereich

 

Das Gebiet soll im Parallelverfahren als Sondergebiet zur Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen im Rahmen eines Vorhaben- und Erschließungsplanes gemäß § 12 BauGB ausgewiesen werden.

 

Mit der Ausarbeitung der Bauleitpläne wurde das Planungsbüro Neidl + Neidl, Sulzbach-Rosenberg, beauftragt. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) fand vom 08.03.2019 bis 17.04.2019 statt.

 

Der Entwurf der 23. Änderung des Flächennutzungsplanes mit Begründung sowie der Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 149 „Sondergebiet Photovoltaik-Freiflächenanlage bei Kemnathen“ mit Begründung jeweils in der Fassung vom 23.07.2019, woraus sich die Öffentlichkeit zu den allgemeinen Zielen und Zwecken sowie wesentlichen Auswirkungen der Planung unterrichten kann, wird gemäß § 3 Abs. 2 BauGB in der Zeit von

 

Dienstag, 03.09.2019 bis Montag, 21.10.2019

 

öffentlich ausgelegt und im Rathaus Wolnzach, Marktplatz 1, Bauamt, Zimmer 10 während der Dienststunden (Montag – Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr sowie Donnerstag zusätzlich von 13.30 Uhr – 18 Uhr) bereitgehalten. Die Unterlagen sind zudem auf der Homepage unter https://www.wolnzach.de/amtliche-bekanntmachungen.n160.html eingestellt.

 

Äußerungen zur Planung können während dieser Frist bei den oben genannten marktgemeindlichen Dienststellen vorgebracht sowie Stellungnahmen abgegeben werden.

 

Es sind folgende Arten umweltbezogener Informationen verfügbar:

 

Schutzgut

Art der vorhandenen Information

Mensch

Bestandsaufnahme, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen in der Begründung, Blendgutachten, Hinweis auf Blendschutz durch Blendschutzzäune oder entspr. dimensionierte Gehözpflanzungen

Tiere

saP, Bestandsaufnahme, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen in der Begründung, Artenschutzstudie, Hinweis auf bodenbrütende Vogelarten

Pflanzen

Bestandsaufnahme, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen in der Begründung, grünordnerisches Konzept, Artenliste für Strauchpflanzungen, Hinweis auf intensive und qualifizierte Eingrünungsmaßnahmen, Hinweis auf  gute Eingrünung sowie schonende Einbindung in die Landschaft, Hinweis auf Unzulässigkeit der Verwendung des Autobahnbegleitgrüns als Eingrünung des Plangebietes, Hinweis auf Herkunftsnachweis für Planzungen und Ansaaten, Hinweis auf Flächenpflege durch sog. Stockhieb, Hinweis auf Aufstellung von Oberbodenzwischenlager, Hinweis auf Abstimmung von Pflanzungsmaßnahmen mit dem Betreiber benachbarter Hochspannungsleitungen, Hinweis auf evtl. Gefährdung der Anlagen durch benachbarte Forstflächen (umstürzende Bäume, herabfallende Äste u. dergl.)

Boden

Bestandsaufnahme, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen, Flächenbilanz, Staubemissionen, Hinweis auf naturschutzrechtlichen Ausgleich, Hinweis auf Kennzeichnung und Sicherung der Ausgleichsflächen, Hinweis auf Befahrung der Flächen bei trockenem oder gefrorenem Boden, Hinweis auf Meldung evtl. Bodenverunreinigungen an die zuständigen Behörden, Hinweis auf besondere Prüfung des Plangebietes auf ggf. vormalige Nutzung als Hopfengarten und Untersuchung daraus resultierende evtl. Bodenverunreinigungen, Hinweis auf Durchführung von Arbeiten im Plangebiet mit möglst. bodenschonenden Maschinen, Hinweis auf Wiederherstellung des ursprüngl. Zustandes des Bodens bei Rückbau der Anlagen gemäß Rückbauverpflichtung

Wasser

Bestandsaufnahme, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen in der Begründung

Luft

Bestandsaufnahme, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen in der Begründung

Klima

Bestandsaufnahme, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen in der Begründung

Landschaft

Landschaftsbild: Bestandsaufnahme, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen in der Begründung

Kultur- und sonstige Sachgüter

Bestandsaufnahme, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen in der Begründung

Nutzung erneuerbare Energien / Energieeinsparung

Festsetzung als Sondergebiet im Flächennutzungsplan mit Festsetzung ausschließliche Errichtung von Solaranlagen im Geltungsbereich des Bebauungsplanes

Landschafts- und sonstige Pläne

Hinweis Landschaftsplan der Gemeinde

Wechselwirkungen

Hinweis auf Darstellung im Umweltbericht

 

Gemäß § 3 Abs. 2 i. V. m. § 4a Abs. 6 BauGB können nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben, sofern die Gemeinde deren Inhalt nicht kannte und nicht hätte kennen müssen und deren Inhalt für die Rechtmäßigkeit des Bauleitplans nicht von Bedeutung ist.

 

Eine Vereinigung im Sinne des § 4 Abs. 3 Satz 1 Nummer 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes ist in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Abs. 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Abs. 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.

 

Wolnzach, 26.08.2019

I.V.

 

Katharina Gmelch

3. Bürgermeisterin

 

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