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Hopfensiegel

Die Herkunft des Hopfens ist seit jeher ein wichtiges Thema. Bis ins 19. Jahrhundert galt das Vorurteil, dass nur böhmischer Hopfen geeignet sei, um ein gutes Bier zur brauen. Bayerische Hopfenbauern versuchten das Gegenteil zu beweisen, indem Sie auf Betrügereien von Hopfenhändlern hinwiesen, die Hopfen in Bayern kauften und dann unerkannt als böhmischen weiterverkauften. Da es keiner merkte, konnte der böhmische nicht besser sein.

 

Das allererste Hopfensiegel stammt allerdings aus Spalt von 1538.

 

Um die hervorragende Qualität des Wolnzacher Hopfen in der ganzen Welt bekannt zu machen, wurde in Wolnzach der erste Hallertauer Hopfen 1834 gesiegelt. Die Rechnung ging auf, denn bald konnte man z. B. bei unserer Nachbarstadt auf den Waagscheinen „Geisenfeld bei Wolnzach“ lesen.

 

Es gibt nach wie vor 14 Siegelgemeinden in der Hallertau:

 

Im Landkreis Pfaffenhofen:

Wolnzach

Pfaffenhofen an der Ilm

Geisenfeld

Hohenwart

 

Im Landkreis Kehlheim:

Abensberg

Langquaid

Mainburg

Neustadt an der Donau

Siegenburg

 

Im Landkreis Freising:

Au in der Hallertau

Nandlstadt

 

Landkreis Landshut:

Pfeffenhausen

Rottenburg an der Laaber

 

Landkreis Eichstätt:

Altmannstein

Hersbruck im Nürnberger Land wird seit 2004 als 15. Siegelbezirk zugerechnet. Geografisch liegt es allerdings nicht in der Holledau.

 

 

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