Unser pädagogisches Konzept

Unser Leitbild

 

Das Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit, die Achtung verdient. Jedes Kind, wird so angenommen, wie es ist, und von Gott geschaffen wurde. Jedes Kind wird entsprechend seiner Stärken und Schwächen gefördert. Wir nehmen Anteil am Leben des Kindes und sind aufmerksam. Wir sind Wegbegleiter des Kindes und geben Ermutigung und Unterstützung. Wir geben Orientierungs-hilfen. Ein Kind braucht klare, nachvollziehbare Regeln, Werte und Grenzen. Wir schaffen einen Rahmen, in dem Emotionen ausgelebt werden können, und dürfen.

 

Wenn Konflikte auftreten, versuchen wir, dies mit den Kindern partnerschaftlich zu lösen. Versöhnen, als ein Zeichen von „wieder-gut-machen“ und dem anderen verzeihen können, ist uns sehr wichtig. Gott ist unser ständiger Begleiter. Wir erleben ihn mit den Kindern gemeinsam in vielen Situationen und pflegen den Glauben im gemeinsamen Gebet und in der Feier verschiedener Gottesdienste.

 

„Du hast das Recht, genauso geachtet zu werden, wie ein Erwachsener. Du hast das Recht, so zu sein, wie du bist. Du musst dich nicht verstellen und so sein, wie die Erwachsenen es wollen. Du hast das Recht auf den heutigen Tag, jeder Tag deines Lebens gehört dir. Keinem sonst. Du Kind wirst nicht erst Mensch, du bist es“. (Janusz Korczak)

 

Schutzauftrag

Wir haben gegenüber „unseren“ Kindern einen Schutzauftrag zu wahren. Dieser beinhaltet nicht nur, dass jede Mitarbeiterin dem Arbeitgeber ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis vorzulegen hat, sondern auch, dass wir bei Kindeswohlgefährdung ausserhalb der Einrichtung aktiv werden. In intensiven Gesprächen wird zuerst mit den Eltern über das Gefährdungsrisiko und mögliche Hilfeleistungen gesprochen und dann eventuell ein externer Fachdienst hinzugezogen.

 

Teamselbstverständnis

Im Team ist es für uns selbstverständlich gemeinsam für die Kinder da zu sein. Ansprechpartner, Vertrauensperson, Spielpartner, Vorbild, Freund für jedes Kind zu sein.

Wir sind gemeinsam, gleichwertige Helfer der Kinder.
Wir gehen miteinander partnerschaftlich, ehrlich und solidarisch um.
Wir übernehmen Verantwortung in den jeweiligen zugeordneten Bereichen.
Wir gehen mit Fehlern konstruktiv um.
Unseren Glauben spiegeln wir den Kindern wider.

 

 

Miteinander

 

Zu einem Menschen stehen,
in allen Konflikten einen Weg suchen.
Keiner triumphiert,
und keiner unterliegt.
Sich gemeinsam der Stille anvertrauen.
Einander täglich fraglos annehmen.
Mit der Angst fertig werden.
Einander das Wachsen erlauben,
miteinander lernen, Menschen zu werden.

Einander annehmen, nicht nur einander schätzen
aufgrund von Leistung und Vermögen.
Einander im Alltag annehmen, das ist
Missa sine nomine
Namenloser Gottesdienst.“

- nach Martin Gutl –

 
(gilt für Team, Kinder und Eltern)

  


Elternarbeit

Erzieher und Eltern sind Partner. Wir ergänzen die Erziehung der Eltern. Wir bieten den Eltern Möglichkeiten mit uns zusammenzuarbeiten ( Elternbeirat, Feste, Elterngespräche ). Wir haben ein offenes Ohr für die Eltern ( Pro-blemhilfe, Anregungen ). Wir geben den Eltern Einsicht in unsere Arbeit ( Wo-chenplan, Ausstellungen, Elternbriefe, Infos ). Wir sind ehrlich zu den Eltern
( Entwicklungsstand des Kindes ). Durch ein fundiert und intensiv vorbereitetes Entwicklungsgespräch informieren wir regelmäßig die Eltern zum aktuellen Entwicklungsstand ihres Kindes und zeigen Förderungsmöglichkeiten auf. So helfen wir den Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder und stehen ihnen unterstützend bei.

 

Mitbestimmung der Kinder

Unsere Kinder werden in die Tages- und Wochenplanung einbezogen. Dies geschieht durch Kinderkonferenzen und intensive Gespräche. Die Kinder äußern hier, wie sie ihre Zeit in der Einrichtung verbringen möchten.

 

Qualität

Wir arbeiten immer wieder an unserem Qualitätsstandard.
Ein großer Vorteil ist dabei unsere Eingruppigkeit. Der Bezug zueinander ist in einem kleinen Kindergarten wie unserem sehr viel intensiver, als in einem großen Kindergarten.

 
Qualität bedeutet für uns:
• Spezielle Förderung der einzelnen Kinder
• Täglich Möglichkeit zum Elterngespräch
• Dokumentation und Reflexion unserer Arbeit
• Zusammenarbeit mit verschiedenen Einrichtungen
• Abwechslungsreiche Angebote
• Regelmäßige Fortbildungen ( jede Mitarbeiterin kann bis zu 5 Fortbildungstage im Jahr genehmigt bekommen )
• Eingehen auf die Befindlichkeiten von Eltern und Kind
• Eigenengagement

 
Pädagogisches Förderprogramm nach dem Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan

 

Das Spiel

 

  Spielende Kinder sind lebendig gewordene Freuden
     - Friedrich Hebbel -

 

Das Spiel ist die dem Kind entsprechende Tätigkeit. Es steht im Mittelpunkt des Erziehungs- und Bildungsgeschehens im Kindergarten. Ziel der Spielpädagogik ist es, im Spiel beste Bedingungen für die Persönlichkeitsentfaltung des Kindes zu geben, den Raum der Freiheit, der Eigenständigkeit und des Glücks zu geben, den das Kind zum Aufbau innerer Lebenssicherheit und zur Verarbeitung seiner Umwelterfahrungen benötigt, dem Kind die Möglichkeit zu geben, durch Kontakt mit anderen Menschen, durch altersgemäße Begegnung mit der Umwelt, mit Natur und vielfältigen Materialien Erfahrungen zu sammeln, mit ihnen und an ihnen seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu üben und sich nach seinem Lebensrhythmus zu entwickeln, seine Probleme zu verarbeiten, die Fähigkeiten und Fertigkeiten des Kindes zu entwickeln und damit seine Lernfreude und Leistungsfähigkeit zu unterstützen, die Spielfähigkeit als menschliche Grundfähigkeit zu fördern.
 (aus dem Bayerischen Kindergartengesetz)

 
Arten des Spieles

1. Objektspiel ( z. B. Spielen mit Gegenständen und Material )
2. Phantasie und Rollenspiel ( z. B. Vater-Mutter-Kind, Hund , Berufe... )
3. Regelspiel ( z.B. Obstgarten )
4. Puppenspiel ( z.B. Theater mit Figuren )
5. Bau- und Konstruktionsspiel ( z.B. Lego, Bausteine )
6. Bewegungs- und Tanzspiel ( z.B. zur Musik )

 

Der Bildungs- und Erziehungsplan bildet die Basis unserer Arbeit. Der Plan unterstreicht den hohen Wert frühkindlicher Bildung und dementsprechend die Wichtigkeit hochwertiger pädagogischer Arbeit. So bieten wir den Kindern während des gesamten Kindergartenaufenthaltes alle Bereiche des Bildungs- und Erziehungsplanes und der Bildungs- und Lernbereiche an, so dass ihr Interesse auf verschiedene Bereiche gelenkt wird. Nachfolgend die einzelnen Bereiche des Bildungs- und Erziehungsplanes

 

 

Sprachliche Bildung und Förderung

 

Kinder lernen die Sprache in der Beziehung zu Personen. Wir sind Sprachvorbild und versuchen auch das Sprechen der Kinder untereinander anzuregen. Durch regelmäßige Beteiligung der Kinder z.B. im Erzählkreis, fördern wir den Sprachfluss. Das Würzburger Projekt unterstützt die Kinder beim Erweitern des Wortschatzes und beim Gebrauch der Sprache. Literacy-Erziehung ( Erfahrungen um Buch-, Erzähl- und Schriftkultur ) wird bei uns unter anderem durch Bilderbücher, Vorschulblätter und Erzählkreise betrieben. Auch fördern wir die Offenheit für andere Sprachen, indem wir „Ausländische“ Lieder singen, evtl. Vokabeln lernen...!
Einzelförderung bei sprachauffälligen Kindern ist uns ein besonderes Anliegen. Jedoch weisen wir auch auf Logopäden hin.

 

 

Emotionale Förderung

 

Positive emotionale Beziehungen zeigen sich in liebevoller Zuwendung, Verständnis und Geborgenheit. Wertschätzung ( verbal und nonverbal )wird durch Geduld, Achtung, Toleranz, Hilfe und Partnerschaft vermittelt. Der Aufbau positiver emotionaler Beziehungen zwischen Erzieher und Kind ist ein elementarer Bestandteil unserer Erziehung. Auch die Beziehung der Kinder untereinander fördern wir liebevoll. Den Kindern wird gleichzeitig ein Freiraum gewährt, in dem sie ihre Emotionen, welcher Art auch immer, ausleben können. Natürlich ist hier Rücksichtnahme auf die anderen und Einfühlungsvermögen auch gefragt. Wir zeigen den Kindern unsere Emotionen. Und sie zeigen uns ihre. Jeder lernt daraus.

 

 

Soziale Erziehung

 

Das Miteinander. Wir leben in einer Welt – miteinander. Deshalb müssen wir bestmöglichst versuchen, uns untereinander zu verstehen und auszukommen. In unserer Gruppe spiegelt sich die Gesellschaft wider. Mit ihren Unterschieden, anders gläubigen, anders aussehenden, anderen Menschen. Wir versuchen, in der Gruppe gut miteinander auszukommen. Durch bestimmte Regeln und Werte gelingt uns dies, wie in der Gesellschaft, mal gut und mal weniger gut. Kinder lernen bei uns, mit Konflikten umzugehen, und ihnen nicht aus dem Weg zu gehen. Die Versöhnung hat bei uns einen großen Stellenwert.

 

 

Ethische und Religiöse Erziehung

 

Wir sind ein katholischer Kindergarten unter der Trägerschaft der katholischen Kirchenstiftung. Der katholische Caritasverband unterstützt uns in unseren Aufgaben und bietet umfangreiche Hilfestellung an. Unsere Richtlinien lehnen sich an die „UNO CARTA – Übereinkommen über die Rechte des Kindes“ an. Darüber hinaus befassen wir uns täglich im Gebet, Liedern oder Geschichten mit dem katholischen Glauben. Gott ist mit uns. Auch bei Gottesdiensten, die wir mit der Gemeinde feiern, sind wir inmitten unserer Glaubensgemeinschaft. Sämtliche religiösen Feste werden mit dem Hintergrund des katholischen Glaubens gefeiert.

 

 

Mathematische Bildung

 

Die Kinder lernen im Regelspiel schon den Umgang mit dem Würfel und dadurch das Zählen bis 6. Wir bieten ihnen auch zusätzliches Spielmaterial über die Zahlen und das Rechnen an. Auch beschäftigen wir uns 10 Wochen im Jahr mit dem „Zahlenland“. Von 1 bis 10 ist jede Woche eine andere Zahl Thema. Dazu gibt es Spiele, Lieder, Geschichten usw.. So wird der Umgang mit Zahlen schon im Kindergartenalter spielerisch erlernt.

 

 

Naturwissenschaftliche und technische Bildung

 

Hierunter fallen vor allem Experimente. Viele Fragen des Kindes können damit beantwortet werden, wie z.B. „Warum schmilzt der Schnee im Zimmer?“ Die Kinder dürfen auch selbst üben, welche Experimente mit verschiedenen Materialien durchführbar sind, und selbst experimentieren. Mit vielen Hilfsmitteln und Alltagsgegenständen wird ihnen das Interesse spielerisch vermittelt. Auch technisches Interesse kann z.B. beim Auseinanderbauen eines alten Elektrogerätes oder verschiedener Arbeitswerkzeuge erprobt werden.

 

 

Umweltbildung und - erziehung

 

Die Natur, in der wir leben gehört zum Lebensumfeld der Kinder. Deshalb wird bei uns der „richtige“ Umgang mit unserer Natur gelehrt ( z.B. in Waldtagen). Auch versuchen wir möglichst viel Zeit mit den Kindern an der frischen Luft zu verbringen. D.h. wir gehen zum Spielen in den Garten, oder machen Spaziergänge durch das Dorf, gehen zum Dorfspielplatz oder erkunden unser Umland.

 


Medienbildung – und Erziehung, elementare informationstechnische Bildung

 

Hierunter fallen alle Bücher, Zeitungen, Diabetrachtungen, CD`s, alle Dinge, die über Medien den Kindern Wissen vermitteln. Wir versuchen viel Abwechslung durch immer wechselnde Angebote in den Kindergartenalltag zu bringen.

 

 

Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung

 

Alles menschliche Tun hat im weitesten Sinn mit Ästhetik beziehungsweise mit kultureller Bildung zu tun. Malen, Basteln, Falten, Sinn für Ästhetik, aber auch das Betrachten von berühmten Bildern, Geschichten über bemerkenswerte Maler etc., sowie der Umgang mit verschiedenen Materialien und Techniken fördert die Kreativität. 

 

 
Musikalische Bildung

 

Hierfür stehen den Kindern verschiedene Musikinstrumente zum Ausprobieren zur Verfügung. Auch das angeleitete Musizieren und Singen hat bei uns einen hohen Stellenwert. Denn durch gesungene Worte lernt das Kind leichter zu sprechen, die Merkfähigkeit wird gesteigert, die Konzentration, und es macht einfach Spass und bringt Lebensfreude, ein Lied zu singen. Wir singen schon seit Menschengedenken. Und durch Melodien wird unser Leben fröhlicher.

 

 

Bewegungserziehung und –förderung, Sport

 

Einmal in der Woche leiten wir eine Turnstunde zu einem bestimmten Thema. Z.B. Purzelbaum, Balancieren, Springen, Turnen mit verschiedenen Geräten, Rhythmik, Tanz. Die Kinder dürfen sich, je nach Verlangen, zwischendurch in der Turnhalle unter Aufsicht austoben. Während der Freispielzeit stehen in der Turnhalle auch zwei Motorikfahrräder zur Verfügung. Das Spielen und Laufen im Freien fördert die Bewegung. Wenn es das Wetter zulässt, wird eine Turnstunde auch ins Freie verlegt. Die sportlichen Aktivitäten werden, je nach Jahreszeit, ergänzt z.B. durch Schlittenfahren, Schneeballschlacht oder Wasserspiele. Täglich, nach unserer gemeinsamen Brotzeit werden in der Turnhalle Bewegungsspiele durchgeführt.

 

 

Gesundheitliche Bildung und Erziehung

 

Wir legen großen Wert auf gesunde Ernährung. Die tägliche gemeinsame Brotzeit, zu der die Kinder Gesundes essen sollen, ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Kindergartenalltags. Auch den richtigen Umgang mit Süßem sollen die Kinder lernen. In der „Gesunden Woche“ im Kindergarten lernen die Kinder alles Wissenswerte zum Thema Essen und Ernährung. Das Körper-bewusstsein, der Schutz des eigenen Körpers und der Gesundheit wird täglich beziehungsweise in verschiedenen Themenbereichen das ganze Jahr über miteinbezogen.

 

 

Vorschule

 

Mit Vorschulalter wird die Zeit von der Geburt bis zum Schuleintritt bezeichnet. Der Kindergarten als familienergänzende Einrichtung unterstützt das Elternhaus und fördert mit dem Spiel in der Gemeinschaft die sozialen, emotionalen, motorischen und kognitiven Fähigkeiten des Kindes nach dem jeweiligen Entwicklungsstand. Großen Wert legen wir auch auf die Förderung der Konzentration, der Aufmerksamkeit, der Merkfähigkeit, der Grob- und Feinmotorik, der sozialen Entwicklung und der Sprache.

 

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