Geschichtliche Entwicklung

Am 6. Oktober 1887 nahm in Wolnzach die erste "Kleinkinderbewahranstalt"  ihren Betrieb in der damals neu erbauten Mädchenschule, unter Leitung der "Armen Schulschwestern", auf. Sie betrieben den Kindergarten, bis er am 20. März 1938 von der NSDAP geschlossen wurde. Am 23. April des selben Jahres fand die Wiedereröffnung mit NS-Kindergärtnerinnen statt.

 

Nach Kriegsende übernahmen  die Ordensschwestern erneut den Betrieb.  Diesmal in einer alten Holzbaracke, die 1962 so baufällig war, dass sie abgerissen werden musste.

 

Baracke

 

Die Marktgemeinde Wolnzach, die bis dahin die Trägerschaft inne hatte, bat (aus finanziellen Gründen) die Katholische Kirche, künftig diese Verantwortung zu übernehmen.

 

Der damalige Pfarrer, Paulinus Fröhlich, erbaute ohne öffentliche Zuschüsse einen neuen Kindergarten an der Rosenstraße 22. Das 1,35 Tagwerk (=ca. 4600 qm) große Grundstück wurde der Pfarrei von der Marktgemeinde Wolnzach zu diesem Zweck geschenkt.

 

Modell Alter Kindergarten

 

Als 1972 das Bayerische Kindergartengesetz in Kraft trat, genügte dieses Gebäude den gesetzlichen Anforderungen nicht mehr. 1986 wurde von der Regierung von Oberbayern dem Träger die Auflage gemacht, bis spätestens 1991 den Kindergarten baulich auf den geforderten Stand zu bringen.

 

Nach gründlicher Prüfung der bestehenden Bausubstanz, entschied sich die Katholische Kirchenstiftung St. Laurentius unter Pfarrer Johann Schneider zu einem Neubau, der im Mai 1991 fertiggestellt wurde.

 

Haus, Gartenfront

 

Seit damals hat sich im Bereich der Kindertagesstätten so manches geändert. Geblieben ist der Anspruch, eine wertvolle Kindergartenpädagogik anzubieten, in der christliche Werte die Grundlage bilden.

 

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